Hier finden Sie Presseberichte des Kunstrausch 2006


Der Kunstrausch wächst weiter

Organisatoren rechnen mit mehr als 1500 Besuchern - Ausstellerzahl in den 13 Orten im Einrich ist gestiegen

Mit mehr als 1500 oder gar 2000 Besuchern rechnen die Organisatoren des Kunstrauschs im Einrich, wenn am Wochenende des 20. und 21. Mai mehr als 150 Künstler in 13 Dörfern der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen ihre Werke zeigen. 5000 Flyer werden den Gästen an diesen beiden Tagen die Orientierung im verwirrend großen Angebot erleichtern. In einer Pressekonferenz stellte der neu gegründete Verein Einricher Kunstfreunde jetzt weitere Details vor.

KATZENELNBOGEN. Dass der Kunstrausch im Einrich am 20. und 21. Mai zur wohl größten kreativen Schau in der weiteren Region werden würde, ist bereits bekannt geworden. Dass aber die zehn Einricher Kunstfreunde, die mit der Organisation beschäftigt sind, immer noch improvisieren und neue Ausstellungsorte für weitere Teilnehmer finden müssen, ist neu. "Ich habe ständig weitere Anfragen", erklärte Ideengeberin Stéphanie Peeraerts jetzt in einer Pressekonferenz.

Zwar beziffert sie die Zahl der teilnehmenden Künstler mit rund 150, doch es ist klar, dass die genaue Zahl schon längst kaum mehr nachvollziehbar ist. An vielen Stellen rücken die Beteiligten zusammen, schaffen Platz für Nachzügler. Die 5000 Flyer, die zur Information der Besucher bereits gedruckt wurden, sind schon nicht mehr aktuell: Statt bisher drei stellen in Allendorf nun fünf Künstler aus, an der Neuwagenmühle sind zwei hinzugekommen, in Herold einer. "Der Andrang ist groß", freute sich Peeraerts. "Der Kunstrausch hat sich fast von selbst bekannt gemacht. Die Idee hat den Leuten gefallen, und sie haben sie weiterverbreitet."

Aufgrund zahlreicher Anfragen und Rückmeldungen gehen die Organisatoren davon aus, dass möglicherweise mehr als 1500 oder 2000 Menschen am kommenden Wochenende den Weg in den Einrich finden könnten. Einiges deutet darauf hin: So ist beispielsweise das Konzert des Filmkomponisten Matthias Frey am Samstagabend auf dem Apfelhof Bärbach nahezu ausverkauft, nur für Sonntagnachmittag (14.30 Uhr) gibt es noch Karten.

Mit großen Parkplatzproblemen rechnen Stéphanie Peeraerts und ihre Mitstreiter dennoch nicht: "Es werden ja nicht alle Menschen gleichzeitig in Ergeshausen sein." Außerdem sorgen die Künstlergruppen in den 13 Ortsgemeinden dafür, dass Parkplätze vorhanden und auch ausgeschildert sind. Besucher von außerhalb sind aufgefordert, getrost auf gut Glück in den Einrich hineinzufahren, am ersten Ausstellungsort anzuhalten und sich von dort aus mit Hilfe der ausliegenden Flyer weiter zu orientieren. Einer genauen zeitlichen Planung bedürfen nur wenige der Angebote - so zum Beispiel die Sketche, die Jugendliche und Seniorenbeirat Samstag und Sonntag jeweils zwischen 15 und 16 Uhr in der Stadthalle aufführen.

Einen besonderen Service gibt es für Eltern, deren Kindern der Sinn nicht nach Malerei steht: An beiden Tagen werden Jungen und Mädchen an der Kesselmühle betreut und können einen Tag mit den Ponys verbringen. Am Samstag öffnet Anke Iluna Jockheck an der Neuwagenmühle in Kördorf die Kinder-Elfen-Werkstatt, in der aus selbst gesammelten Naturmaterialien ein großes Mandala angefertigt werden soll. Für eine Pause bieten sich die Gaststätten in den beteiligten Dörfern an: Die Gastronomen bringen "Kunst auf den Teller".   Sabine Balleier

(c) Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Diez vom 16.05.2006, Seite 9.


Kunstrausch erfasst die Region

150 Aussteller zeigen am 20. und 21. Mai in 13 Orten ihre Werke - Aus einer privaten Initiative wird eine riesige Kreativschau

"Kunstrausch im Einrich" - hinter diesem Titel verbirgt sich die wahrscheinlich größte kreative Aktion, die die Region je gesehen hat. Am 20. und 21. Mai werden 13 Orte in der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen zu außergewöhnlichen Galerien, in denen 150 Künstler ihre Werke zeigen.

KATZENELNBOGEN. Ideengeberin Stéphanie Peeraerts kann es selbst kaum fassen: Noch bevor die Premiere der Aktion "Kunstrausch im Einrich" überhaupt angelaufen ist, verspricht die Mega-Ausstellung in 13 Orten der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen bereits ein Riesenerfolg zu werden. Auf eine private Initiative hin haben 150 Künstler ihr Kommen für den 20. und 21. Mai inzwischen fest zugesagt, doch Stéphanie Peeraerts ist überzeugt davon, dass mancher sich auch ohne Anmeldung einfach mit einem eigenen Beitrag unters Volk mischen wird.

Wie gut der Titel "Kunstrausch" gewählt ist, zeigt ein Blick auf die Liste der Aussteller: Die Aktion ergreift die Menschen im Einrich wie ein Fieber. So haben beispielsweise 14 Künstler gemeinsam das Dorfgemeinschaftshaus von Berndroth gemietet, um dort ihre Werke vorzustellen. Und überall werden Hotels, Kneipen, private Scheunen und Ateliers, Stadthalle und Verwaltungsgebäude, ja sogar ein Ponyhof zu außergewöhnlichen Galerien.

"Ich bin selbst überrascht", gesteht Stéphanie Peeraerts, die im vergangenen Jahr die Idee für einen Kunst-Parcours im Einrich hatte. Dass daraus die wohl größte Kreativ-Schau weit und breit werden würde, hat sie nicht geahnt: "Ich hatte mit 50 oder 100 Teilnehmern gerechnet." Weit gefehlt. Ein Wochenende lang wird die Verbandsgemeinde nun dominiert von Malerei und Glaskunst, Bildhauerei und Fotografie, Installationen und Lesungen, Konzerten und einem Musical.

Besucher sollten Region und Angebote am besten auf eigene Faust entdecken, meint Stéphanie Peeraerts. Wie das möglich ist? "Vor jedem Ort, in dem etwas zu sehen ist, wird ein Plakat darüber informieren", erklärt die Initiatorin. Interessierte können ganz zufällig dem Kunstrausch verfallen, anhalten und eine der Aktionen besuchen. Dort informiert ein Flyer über weitere Angebote.

Einen Shuttle-Service, der Kunstliebhaber von einem Ort zum anderen bringt, wird es in diesem Jahr noch nicht geben. Niemand habe zu Beginn damit gerechnet, dass so etwas erforderlich würde, meint Stéphanie Peeraerts. Sie erinnert daran, dass die Grundlage des Kunstrausches eine private Initiative ist. So stellen viele Menschen aus dem Einrich spontan Räume für die Aktion zur Verfügung, andere machen gleich selbst mit.

Und noch etwas ist außergewöhnlich an der Aktion: "Ich habe schon jetzt Anfragen für den zweiten Kunstrausch, obwohl der erste noch nicht einmal stattgefunden hat", wundert sich Stéphanie Peeraerts. Sie und die übrigen Helfer der Künstlergemeinschaft Ergeshausen sind sich allerdings schon jetzt sicher, dass es tatsächlich nicht bei einem Mal bleiben soll: "Ich würde das gerne alle zwei oder drei Jahre wieder machen", kündigt die Initiatorin an.   Sabine Balleier

(c) Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Diez vom 21.04.2006, Seite 7.


Jugendliche sprühen Graffiti

Auf Initiative des Jugendbeirates beteiligen sich Schüler am "Kunstrausch"

KATZENELNBOGEN. Die Entstehung eines Graffitis werden die Besucher der für Mai geplanten Aktion "Kunstrausch - Auf den Spuren der Kunst" miterleben können. Die außergewöhnliche Idee kommt aus den Reihen des Jugendbeirates der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen. Die jungen Leute haben sich zum Ziel gesetzt, sich an dem kulturellen Spektakel zu beteiligen - und die Planungen kommen voran.

Inzwischen haben sich drei Gruppen gebildet: Eine Sketchgruppe wird zu festgesetzten Uhrzeiten im Jugendraum kleine Stücke zeigen. Einige Jugendliche werden Bilder und Bildhauer-Arbeiten ausstellen; in diesem Zusammenhang läuft auch die Graffiti-Aktion. Die dritte Gruppe plant, an einem Konzert teilzunehmen.

Bis zum Kunstrausch-Termin am Wochenende vom 20. bis zum 21. Mai sind die jungen Leute nun damit beschäftigt, zu proben und ihre Beiträge vorzubereiten. So treffen sich beispielsweise jeweils mittwochs Sven David Gabel, Maurice Reintgen, Christoph Thiesen, Gerhard Hoffmann und Nomi Bast, um Sketche einzustudieren. Insgesamt zehn verschiedene Stücke stehen auf dem Plan des kleinen Ensembles - das bedeutet bis Mai noch jede Menge Arbeit, aber ganz nebenbei natürlich auch viel Spaß.

(c) Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Diez vom 25.02.2006, Seite 14.


Frey komponiert für den Kunstrausch

Konzerte auf dem Apfelhof in Schönborn versprechen nie zuvor Gehörtes

Nicht nur Maler, Bildhauer und andere Schöpfer darstellender Kunst öffnen zum Kunstrausch im Einrich ihre Ateliers. Auch Musikfreunde kommen bei der großen Aktion am 20. und 21. Mai auf ihre Kosten. Dafür sorgen Konzerte in der Scheunen-Kneipe "Tachsche" und auf dem Apfelhof Bärbach in Schönborn. Dort spielen vier Musiker in verschiedenen Zusammensetzungen - und zwar Stücke, die eigens für diesen Anlass entstehen.

KATZENELNBOGEN. Der gesamte Einrich wird am 20. und 21. Mai dem Kunstrausch erliegen. Künstler präsentieren ihre Werke in der authentischen Atmosphäre, in der sie arbeiten: in ihren Ateliers und Werkstätten. Viel Zeit und Muße bleibt den Besuchern an diesem Wochenende, um dort den direkten Dialog mit den Kreativen zu führen, etwas über die Entstehung der Werke zu erfahren und die Atmosphäre der Ateliers und Studios persönlich kennen zu lernen.

In dieses Konzept fügt sich auch der Apfelhof Bärbach in Schönborn ein: Filmkomponist Matthias Frey beteiligt sich mit zwei Konzerten an der Aktion, öffnet sein Anwesen für Neugierige. Vier Musiker werden in unterschiedlichen Besetzungen und Kombinationen mehrere Kompositionen präsentieren, die speziell für diesen Anlass entstehen. Die Konzerte finden in verschieden Räumen und bei schönem Wetter auch im Freien statt - der gesamte Apfelhof wird eingebunden. Abgerundet wird das Angebot durch eine Bilderausstellung und klingende Skulpturen, die für akustische Überraschungen sorgen.

Einer der Künstler, die an den Aufführungen mitwirken, ist der Komponist und Gitarrist Kurt Hummel, ein Geschichtenerzähler auf der akustischen Solo-Gitarre. Seine Musik lässt Landschaften erscheinen und überträgt Gefühle. Er erzeugt mediterrane Stimmungen, versucht dabei aber immer, die Musik durch klare Melodien und Themen wiedererkennbar zu machen.

Improvisationen, die die Ewigkeit spüren lassen und innere Seelentüren öffnen, vermitteln die Gitarristen Thomas Kagermann und Michael Lücker. Kagermann ist vor allem durch seine wegweisende Aufmischung des Folk- Genres mit der Gruppe Fiedel Michel und später mit Falkenstein bekannt. Michael Lücker ist als Gitarrist und Klangtüftler vor allem im Studio zu Hause. Seine Gitarrenklänge haben durch unzählige CD-, TV- und Kinoproduktionen weite Verbreitung gefunden. Die Gitarren der beiden erklingen - je nach Anlass und Umgebung - entweder rein akustisch und frei von Elektronik oder auch verstärkt, dann aber in besonderer Klangqualität.

Eine gehörige Portion Matthias Frey gibt"s natürlich auch - entweder solo am Piano oder zusammen mit den anderen Musikern. Der Pianist und Komponist veröffentlichte sein erstes Album 1978. Später komponierte er im Auftrag des WDR ein Konzert für Klavier und Orchester, und im Auftrag des Goethe-Instituts führten ihn Tourneen durch Europa, Ost- und Westafrika sowie Südostasien. Gerade war er auf einer zehntägigen Konzertreise in Ägypten und musizierte dort zusammen mit Solisten aus Kairo und Alexandria.

Freys musikalische Offenheit und seine Fähigkeit zur Kommunikation mit anderen Musikkulturen, seine Kompositionen und der verblüffende Klangreichtum des präparierten Konzertflügels machen ihn zu einer Ausnahmeerscheinung in der deutschen Musikszene.

Abgerundet werden die Konzerte durch Klangobjekte von Wolfgang Steinke und Malerei von Priya Wünschmann. Sie gibt beim Malen ihren körperlichen Empfindungen und Impulsen nach, konfrontiert sich mit sich selbst.

Eine ganz andere Stilrichtung verfolgt die Scheunen-Kneipe "Tachsche" in Kat-zenelnbogen. Fünf Bands kündigt Betreiber Stefan Heuser an: Buschmann"s Rache, Jokes Down From the Insane, Pork in Panic, Stille Wasser und die Wortwahl-Crew. Sie präsentieren eine Auswahl aus Hip-Hop, Rock und Psychedelic.

(c) Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Diez vom 22.04.2006, Seite 13.